Andreä- Kirche feiert ihren 50igsten – Gottesdienst zum Kirchenjubiläum

Der Jubiläumsgottesdienst am 24. April begann mit dem feierlichen Einzug von Prälatin Wulz aus Ulm, Pfarrer Wallentin und dem Kirchengemeinderat zu den Klängen der Orgel, gespielt von der früheren Jebenhäuserin und jetzigen Heidelberger Kirchenmusikerin Beate Rux-Voss. Worauf es bei diesem Geburtstag der Jakob-Andreä-Kirche ankam, zeigte der Text des Tagesliedes: Die Kirche steht gegründet allein auf Jesus Christ. Zur musikalischen Gestaltung des Festgottesdienstes trugen die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores bei, der von Simone Frank geleitet wurde: Das Motto war Freude und Dank z.B. im Lied von Jeremiah Clarke: „Singet froh, wir haben Grund zum Danken“ oder in Anlehnung an Psalm 73,28 „Das ist meine Freude“ von Dieter Golombek. Die Jubiläumspredigt hielt die Ulmer Prälatin Gabriele Wulz über den Predigttext für den Sonntag Kantate aus dem Kolosserbrief des Paulus (Kol 3, 12-17). Vers 17 endete mit dem Satz: Alles, was ihr in Worten und Werken tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn. Durch ihn dankt Gott dem Vater.

Der Blick mancher Zuhörer wendete sich dem Kirchenmodell zu, das Michael Siegle mit viel Liebe und Pappmasché akribisch neben dem Altar aufgebaut hatte. Ein kleineres Modell der Andreä-Kirche aus vielen Holzklötzchen steht unweit davon in der Taufkapelle. Kinder hatten es gemeinsam am Vortag aufgebaut. In ihren Grußworten sprachen die Redner verschiedene Aspekte der Kirche und ihrer Geschichte an. Dekan Rolf Ulmer aus Göppingen erinnerte an den Namenspatron und Reformator Jakob-Andreä, der sich z.T. als streitbarer Kämpfer und manchmal etwas rabiate Persönlichkeit um die Sache der Reformation in der Herrschaft der Liebensteiner zu Jebenhausen bemüht hatte. Wichtig seien aber immer wieder die Gewissensfreiheit und die Werte der Reformation, auf die sich die Andreä-Kirche mit dieser Namensgebung verpflichtet hätte. Andreas Lappöhn von der katholischen Schwesterkirche erinnerte an die Aufnahmebereitschaft der Andreä-Kirche und ihrer Gemeindeglieder, in der während des Umbaus der Bruder-Klaus-Kirche auch katholische Gottesdienste und Feiern stattfinden konnten. Die Kirche ist nicht nur aus Steinen errichtet, sondern auch-so Andreas Lappöhn-durch das ökumenische Miteinander der Menschen. Als Zeichen des Dankes der Nachbargemeinde und in Bezug auf den himmelwärts gestreckten fingerförmigen Kirchturm, überreichte er das Bild „die Himmelsleiter“ an die Vorsitzende des Kirchengemeinderates Renate Müller-Birk. Oberbürgermeister Guido Till erinnerte noch einmal an die Baugeschichte und verwendete mit Blick auf die Ökumene das Wort des damaligen Pfarrer Maiers, die Glocken beider Kirchen würden jetzt, nach der Aufhängung der Glocken in der Andreä-Kirche, gemeinsam in Verschiedenheit läuten„ So singen die [kleineren] evangelischen Glocken den Sopran und den Alt, die [größeren] katholischen Glocken den Tenor und den Baß.“ Passend zum Anlass schloss der Gottesdienst mit dem Orgel-Nachspiel von Thomas Ross: „Anno dazumal“ gespielt von Beate Rux-Voss.

V.H.

Gottesdienst zur Amtseinsetzung (Investitur) von Pfarrer Wallentin

Den zweiten Höhepunkt des Jubiläumssonntags bildete die offizielle Amtseinsetzung von Pfarrer Florian W. Wallentin durch den Göppinger Dekan Ulmer. Zu den feierlichen Klängen aus dem „Lustgarten“ von Hans Leo Hassler intoniert vom Posaunenchor unter der Leitung von Werner Rieker zogen Pfarrer und Kirchengemeinderäte aus Jebenhausen und Bezgenriet  ein. Zahlreiche Besucher waren auch aus Feuerbach, der früheren Gemeinde von Florian W. Wallentin gekommen. Auf Bitte von Dekan Ulmer gab Wallentin eine Zusammenfassung seiner bisherigen theologischen Laufbahn. Interessante Stationen bildeten u.a. ein Studium an der schwedischen Universität Uppsala und eine Tätigkeit als „Wanderprediger in Lappland“. Dieser Ausbildungs- und Berufserfahrung wurde auf Wunsch Pfarrer Wallentins noch einmal im Lied „Strahlen brechen viele“ gedacht, das die Gemeinde mutig auf Schwedisch und Samisch (Anmerkung: Die Sprache der Lappen) mitsingen konnte. Weitere Stationen seiner Berufserfahrungen bildeten Ausbildungsstellen in Wasseralfingen und Leonberg. Die letzte Tätigkeit von Pfarrer Wallentin in Feuerbach hatte den Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit, Gottesdienstgestaltung und Kirchenmusik. Der Vorstellung folgte die Verpflichtung, Einsetzung durch den Kirchengemeinderat aus Jebenhausen und Bezgenriet, Segenswort des Dekans und die Worte der Zeugen. Seine frühere Pfarramtssekretärin, Susanne Gräber, beschrieb Wallentin als „Kümmerer und Teamplayer“.

 Pfarrer Vix aus Hattenhofen als unmittelbarer Kollege und weiterer Zeuge wünschte Wallentin, er möge der Überbringer einer lebendigen Hoffnung sein, die den Menschen zum Leben dient. In der nun folgenden kreativen Predigt mit dem Motto „Alles hat seine Zeit“ erfreute Pfarrer Wallentin die Zuhörer mit vier verschiedenen Interpretationen dieses Themas mit Hörbeispielen aus fast 50 Jahren Popgeschichte angefangen bei den Byrds (1965)Turn turn, über U2 (1995)Miss Sarajewo, Paul van Dyke (2003) Time of our lives und Peter Maffay (2011) Alles hat seine Zeit. Thematisiert werden Hoffnungen auf eine Zeitenwende, die Frage nach Normalität angesichts von täglicher Gewalt und Bürgerkrieg, die Hoffnung auf die beste Zeit unseres Lebens. Neben die Aussage des Predigerwortes „Alles hat seine Zeit“ stellte Florian W. Wallentin die Zusage Gottes aus Psalm 31: „Meine Zeit steht in deinen Händen“ gegen alle Beliebigkeit von Zeiterfahrungen – als ein Vertrauenswort Gottes für den persönlichen Lebensweg. Anschließend waren noch alle Gäste der Investitur auf einen „Ständerling“ geladen. Bei leckerem Gebäck und den vom Kirchengemeinderat dargereichten Getränken kamen alte und neue Gemeindemitglieder ins Gespräch. In diesem lockeren Rahmen fand die Übergabe der Investitururkunde durch Dekan Ulmer statt. Grußworte sprachen eine Vertreterin des Feuerbacher Kirchengemeinderates. Mit Willkommenswort und Geschenk begrüßte der Vorsitzende des Bezgenrieter Kirchengemeinderats Prof. Gülch und Pfarrer Vix aus Hattenhofen die Familie Wallentin. Ein Dank gilt an dieser Stelle allen ehrenamtlichen Mitarbeitern aus Kirchengemeinderat, Posaunenchor und der übrigen Gemeinde, die am Gelingen der Investiturfeier beteiligt waren.

V.H.

Alle Jahre wieder… …braucht es viele fleißige Hände für die Weihnachtsvorbereitungen

Wie jedes Jahr vor dem Weihnachtsfest haben unsere treuen Helfer Helmut Gülch und Peter Rieker mit Schlepper, Frontlader und Hänger einen wunderschönen Baum herbeigeschafft.

 

Und wieder haben viele fleißige Menschen Hand angelegt um den sechseinhalb Meter hohen Baum in unsere Kirche zu tragen, aufzustellen und mit viel Liebe zum Christbaum zu schmücken. Inge Müller hat liebevoll die Weihnachtskrippe aufgebaut und Michael Siegle kümmerte sich wieder um die Sterne an Vorplatz und Kirchturm. Dafür allen Beteiligten - zumal den hier nicht Erwähnten - ein herzliches Dankeschön!

 

Ein ganz besonderer Dank geht an Ursel Haux, die uns den Baum gespendet hat. Und obwohl jetzt kurz vor Ostern ist, kommt nun schon der Werbeblock für das kommende Weihnachtsfest: Wenn Sie einen Baum im Garten stehen haben, der Ihnen vielleicht über den Kopf wachsen will und dem Sie einen letzten Einsatz als Christbaum wünschen, dann können Sie sich beim Pfarramt melden. Für eine Baumspende zu Weihnachten sind wir immer dankbar.

Nicht auf die lange Bank geschoben Eine neue Sitzgelegenheit vor der Kirche

Kaum hatte der Kirchengemeinderat die Erneuerung der Bank auf dem Kirchenvorplatz auf die Liste der Projekte für den Freiwilligen Gemeindebetrag gesetzt, hatte sich Schreiner Karl Rapp gemeldet und dieses Teilprojekt als »das Seinige« auserkoren.

 

Die alte Bank, die (vermutlich noch ganz original) aus dem Baujahr unserer Kirche stammte und deren Holz zwischenzeitlich sehr in die Jahre gekommen war, sah nach der noch rechtzeitig vor unserem Kirchenjubiläumsjahr erfolgten Belagserneuerung auf dem Kirchenvorplatz noch viel schäbiger aus als zuvor. Die neue Bank sollte möglichst dem Original entsprechen, dessen Entwurf (höchstwahrscheinlich) direkt aus der Feder unseres Kirchen-Architekten Heinz Rall stammte.

Am zweiten Adventssonntag war es dann soweit: Nach dem Gottesdienst nahmen wir feierlich unsere neue Bank in BeSITZ im Rahmen eines kleinen Ständerlings und mit musikalischer Unterstützung des Posaunenchors.

Nach einem von Pfarrer Wallentin gesprochenen Segensgebet und einem ganz herzlichen Dank an Fa. Rapp für die Bankspende wurde trotz eisiger Temperaturen gleich probegesessen.                               

(ms

Ruheständler nur was für ganz Alte? Natürlich nicht!!! - Das Team lädt neue Gäste herzlich ein!

Im vergangenen Jahr hatten wir wie üblich immer am letzten Donnerstag im Monat ab 14 Uhr durchaus interessante Themen. Natürlich war im Reformationsjahr zwei Mal die Familie Luther auf dem Plan: Im April gab es einen Bericht über die sehr interessante Ehefrau Martin Luthers, Katharina von Bora, und im Oktober berichtete Herr Pfr. i. R. Rudolph über die Wirkungsstätten Martin Luthers. Weitere Themen waren Reiseberichte aus Sri Lanka von Herrn Janositz über Lappland von Herrn Pfr. Wallentin, zum Weltgebetstag über die Philippinen und Gedanken zur Jahreslosung und der Besuch des Kindergartens Wieseneck. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz mit unserem ökumenischen Nachmittagsausflug im Mai nach Herdtlinsweiler und unserem Grillfestle im Juli.

 

Einen wunderschönen adventlichen Nachmittag erlebten wir in gewohnter ökumenischen Gemeinschaft am 7. Dezember. Nach einer wunderschönen Weihnachtsgeschichte mit Scherenschnitt-Dias der Künstlerin Margarethe Mürdel stärkten wir uns beim gemütlichen Kaffeetrinken. Der Höhepunkt des Nachmittags kam dann mit dem Mundharmonika-Künstler und Europameister dieses Instruments, Perry Letsch, und seinem musikalischen Begleiter an der Gitarre, Eberhard Roth. Mit vielen wunderschön vorgetragenen Weihnachtsliedern luden sie auch zum Mitsingen ein. So wurde ein schönes vielseitiges Jahr abgerundet.

 

Für 2018 versprechen wir wieder ein vielseitiges Programm, interessante Begegnungen und freuen uns auf hoffentlich viele neue Gäste. 

 

H. Merz für das Ruheständler-Team