Unser Pfarrer stellt sich vor

Name: Florian W. Wallentin

Alter: 48 Jahre

Familienstand: Verheiratet, drei schulpflichtige Kinder

Genaue Funktion: Pfarrer in Jebenhausen und einer der Pfarrer in Bezgenriet

Fragen:

1. Warum haben Sie Ihren Beruf gewählt?

Sie werden lachen, aber ich habe tatsächlich im zarten Alter von 14 Jahren als Konfirmand zum ersten Mal für mich gesagt, dass ich Pfarrer werden will. Mein Konfirmations-Pfarrer muss seine Sache also ganz gut gemacht haben! Selbst stamme ich aus einem Landarzt-Haushalt. Letztlich war es immer eine Dreiheit von Gründen, warum ich evangelischer Diplom-Theologe und Pfarrer der Landeskirche geworden bin: Wegen Gott, für die Menschen und letztlich auch für mich. Ich finde: Gott zu dienen, ist die größte Freiheit!

2. Welche Gründe gibt es heute, Pfarrer zu werden?

Ich würde es heute wieder so machen! Und ich freue mich über die jungen Kolleginnen und Kollegen und besonders über die Vikarinnen und Vikare im Kirchenbezirk. Die Landeskirche muss in Zukunft weiter Pfarrstellen abbauen und zwar in stärkerem Maße als der demografische Gemeindeglieder-Rückgang. Wir brauchen also neue Pfarrer und Pfarrerinnen, um die Pro-Kopf-Pfarrer-Versorgung oben zu halten.

3. Woran glauben Sie?

Die Gretchen-Frage: Sag, wie hältst du's mit der Religion?! - Also, ich glaube - kurz gesagt - an den dreieinigen Gott: Den Barmherzigen und Allmächtigen, den Gott der Liebe und des Lebens, an Gott, den Vater, den Sohn (also Jesus, der Christus) und den Heiligen Geist. Ich könnte hinzufügen: Ich glaube an Gottes Güte, an das Gute in den Menschen und dass ER es gut mit mir (und mit Dir!) meint.

4. Wie passen für Sie Wissenschaft und Glaube zusammen?

Da kann ich mitreden, denn ich habe immerhin ein wissenschaftliches Theologie-Studium absolviert: Mit historisch-kritischer Methode, mit geisteswissenschaftlichen Techniken und philosophischen Systemen. Ich will ja schließlich wissen, was und warum und woran ich glaube. Wenn man freilich in erster Linie an die Natur-Wissenschaften denkt (oder an die Leistungsgesellschaft und den Globalkapitalismus), dann würde ich sagen: Das Leben ist mehr als Zahlen, Tabellen und Geld - da ist ein Glaube mit seinen ganz eigenen Wertvorstellungen und seinen neuen Dimensionen und unerwarteten Perspektiven eine gute Ergänzung und ein wichtiges Korrektiv.

5. Wie wirkt eine leere Kirche bei Gottesdiensten auf Sie?

Ich wünsche mir vollere Kirchen! Also: Liebe Mitmenschen, kommt in die Gottesdienste; eure Gemeinde braucht euch! Kirche ist aber auch im Alltag da! Als Gemeindepfarrer bin ich viel außerhalb der Kirche unterwegs: Im Religionsunterricht, bei den Jugendlichen der Konfirmandengruppe, bei den Gruppen, Kreisen und Gremien der Kirchengemeinden, in den Häusern, auf den Straßen und Wegen, an den Zäunen und Hecken.

6. Was muss die Kirche tun, damit wieder mehr Menschen in die Kirchen kommen?

»Die Kirche« - das sind ja gerade die Menschen, also die Gesamtheit der Glaubenden. Die Menschen in der Landessynode - das ist unser Parlament - wissen bestimmt, was da zu tun ist und sie treffen sicherlich die richtigen Entscheidungen. Ich finde jedenfalls: Zum Christsein gehört auch das sichtbare Bekenntnis zur äußerlichen Erscheinungsform von Kirche, nämlich die Kirchenmitgliedschaft. Und zur Gemeinschaft der Glaubenden, gehört auch die gemeinsame Feier des Gottesdienstes - wo anders soll ich denn diese Gemeinschaft sonst erleben?

7. Wie beurteilen Sie die Haltung der Kirche / der Kirchen zu gesellschaftlichen Veränderungen (z. B. Umgang mit Homosexualität, geschiedene Kirchenmitglieder, die wieder kirchlich heiraten wollen)

Veränderung ist genau unser Ding in der Evangelischen Kirche! »Reformation« bedeutet nämlich »Veränderung«. Ich denke, da wird sich auch in Sachen Lebensformen was in der Landeskirche ändern. Die Mehrheit in der Landessynode ist halt konservativ geprägt. Ich selber bin da liberaler. Ich frage: Was würde Jesus tun?

8. Ist der Zölibat für Sie heute noch zeitgemäß?

Das fragen Sie mal die katholischen Kollegen. Ich kann Ihnen beantworten, ob ich die Residenzpflicht für Pfarrer noch zeitgemäß finde, also die Pflicht, dass der Pfarrer oder die Pfarrerin am Ort lebt und zwar im vorgeschriebenen Pfarrhaus. Da gibt es in der Pfarrerschaft unterschiedliche Auffassungen. Ich persönlich wohne gern inmitten »meiner« Gemeinde. Und im Notfall darf man mich auch nachts rausklingeln. Ich darf aber auch in einem besonders tollen Pfarrhaus wohnen, finde ich.

9. Was ist Ihre Lieblingsstelle in der Bibel?

»Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes« (Römer 1,16a). Und was Jesus am Kreuz gesagt hat, berührt mich zutiefst: »Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun« (Lukas 23,34a).

10. Wohin verreisen Sie gerne?

Seit Schülertagen zieht es mich in den Norden, um mit Sack und Pack abseits der Zivilisation in Lappland durch die Tundra zu elchen.

11. Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten?

Wie können Sie gut entspannen? Also, ich musiziere gerne, zum Beispiel spiele ich Tenorhorn im CVJM Posaunenchor Jebenhausen. Dem Hobby »Flugsimulation am PC« würde ich mich gerne wieder mehr widmen. Prima entspannen kann ich in der Badewanne.

12. Was ist für Sie ein besonders wichtiges Buch außer der Bibel?

Da bin ich vermutlich ein typischer männlicher Vertreter meiner Generation: Die vierbändige Trilogie in fünf Bänden »Per Anhalter durch die Galaxis« von Douglas Adams. Der posthume sechste Band gefällt mir allerdings nicht mehr so gut.

13. Bei welcher Verführung aus der Küche werden Sie schwach?

Kulinarisch bin ich sehr genügsam. Aber es darf schon zünftig sein.

14. Nennen Sie uns Ihren Lieblingsplatz im Landkreis!

Weil ich noch nicht so lange hier lebe, gibt es da einen Haufen Plätze, die ich noch gar nicht kennen. Die Berge unserer Voralb haben es mir aber schon sehr angetan: Der Albtrauf und da besonders die markanten Rücken des Bosslers. Da kann man auch gut einkehren!

15. Welchen Beruf hätten Sie heute gerne, wenn Sie nicht Pfarrer geworden wären?

Also, ich glaube Fotobuch-Gestalter, wäre ein toller Beruf für mich, wenn es den gäbe. Dazu habe ich vielleicht auch eine gewisse Berufung. Gott schütze Sie! Ihr Pfarrer Florian W. Wallentin

 

 

 

 

Bürozeiten Pfarramt

Pfarramtssekretärin Andrea Romer

Montags von 11.00 - 12.00 Uhr

Donnerstags von 16.00 - 18.00 Uhr

Telefon: 07161 - 401 65 16

Mail: pfarramt.jebenhausendontospamme@gowaway.elkw.de

 

 

Kirchenpflege

Kirchenpflegerin Babette Kornherr erteilt Ihnen Informationen zum Haushaltsplan und unserer Buchführung.

Kontakt:

E-Mail: kirchenpflege.jebenhausen@freenet.de

Tel.07164 / 91 999 29

 

Bankverbindungen der Kirchengemeinde:

Volksbank Göppingen

IBAN DE61 6106 0500 0330 2640 01

BIC GENODES1VGP

 

Kreissparkasse Göppingen

IBAN DE36 6105 0000 000 0411 55

BIC GOPSDE6GXXX  

 

 

 

Mesnerin und Hausmeisterin

Angelika Spagoni gibt Ihnen Auskunft zu allen Fragen, die unsere Kirche und die Gemeinderäume betreffen.

Kontakt:

Tel. 07161-44791

 

 

 

Unser Kirchengemeinderat

Hans Steimle (2. Vorsitzender)

Karin Eisenschmid-Hirschfeld

Hannelore Merz

Michael Siegle

Reiner Boblest

Anette Epping

Babette Kornherr (Kirchenpflegerin) 

 

 

Foto hinten von links:

Hans-Eckart Steimle, Babette Kornherr (Kirchenpflegerin), Anette Epping, Pfarrer Florian W. Wallentin, Reiner Boblest und Michael Siegle

Foto vorne von links:

Renate Müller-Birk, Hannelore Merz und Karin Eisenschmid-Hirschfeld